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Fallstudie

Sechs Bücher, vier Verlage – wann lohnt sich der eigene Verlag?

Eine Autorin hat über Jahre mehrere Bücher veröffentlicht. Die Verlage wechseln, einer stellt seine Tätigkeit ein, der neueste Titel erscheint im Selfpublishing. Die Autorin dagegen bleibt – ebenso ihre Leserinnen und Leser, ihre Lesungen und ihre wachsende Backlist.

Anonymisierter Typus einer etablierten Autorin. Name und Titel werden bewusst nicht genannt.

Die Ausgangslage

Sechs Titel

Eine über Jahre gewachsene Backlist – teils vergriffen, teils noch lieferbar, verteilt über mehrere Häuser.

Vier Verlage

Wechselnde Partner, ein eingestellter Verlag, der neueste Titel im Selfpublishing. Für jedes Buch ein neuer Weg.

Eigener Lesungsbetrieb

Regelmäßige Lesungen und Veranstaltungen – ein echter Direktverkaufskanal mit eigener Reichweite.

Die Bücher wechseln den Verlag. Die Autorin und ihre Leser bleiben.

Zuerst ein verbreiteter Irrtum

Viele glauben, der große Vorteil einer Veröffentlichungsplattform sei die Zahl der Online-Shops. Für Printtitel im deutschen Buchmarkt entsteht diese Sichtbarkeit aber über dieselbe Brancheninfrastruktur – VLB, Barsortimente und den daraus gespeisten Buchhandel. Der eigentliche Unterschied liegt im Geschäftsmodell dahinter.

Warum das so ist, erklären wir Schritt für Schritt in der Entscheidungshilfe booxboo.de, BoD oder KDP →

Drei Wege für die Backlist

KDP

Stark, wenn Amazon der Hauptkanal ist. Für den klassischen deutschen Buchhandelsweg aber nur eingeschränkt vergleichbar.

BoD

Sehr gut, um ein einzelnes Buch ohne Auflagenrisiko professionell in VLB und Buchhandel zu bringen.

Eigener Verlag + booxboo.de

Bündelt alle sechs Titel unter einem Imprint. Produktion frei wählbar, KDP/BoD weiter nutzbar – booxboo.de ist die organisierende Ebene darüber.

Den vollständigen Funktionsvergleich der drei Wege finden Sie in der Entscheidungshilfe →

Der unterschätzte Direktverkauf

Bei einer Autorin mit Lesungsbetrieb passiert ein großer Teil des Verkaufs nicht im Handel, sondern direkt: auf der Bühne, am Büchertisch, nach der Veranstaltung. Genau hier fallen weder Buchhandels- noch Barsortimentsrabatte an – und genau hier verschenken getrennte Systeme Überblick.

  • Barverkauf per App scannen – Bestand aktualisiert sich automatisch
  • Eigene Kundendaten bleiben beim Verlag, nicht bei der Plattform
  • Lesung, Shop, Buchhandel und Großhandel in einer Warenwirtschaft

„Auf einer gut besuchten Lesung verkauft sich mehr als über Wochen im Handel – nur hat das vorher niemand sauber erfasst.“

Und ab wann rechnet es sich?

Die ehrliche Antwort: Das hängt von drei Größen ab – dem frei verhandelten Druckpreis, dem Verkaufsmix und der Zahl der Titel im Programm. Je mehr direkt verkauft wird und je günstiger produziert werden kann, desto früher trägt sich der eigene Verlag.

Diese Rechnung machen wir nicht mit Musterzahlen, sondern mit Ihren echten Zahlen – im persönlichen Gespräch.

Aus Selfpublishing wird Verlagsarbeit

Ab einer gewachsenen Backlist und eigener Reichweite lohnt es sich nicht mehr, für jedes Buch einen neuen Weg zu suchen. Dann ist die eigene Autorenmarke längst ein kleiner Verlag – er braucht nur die passende Infrastruktur.